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Sat, March 04, 2017

Pop & Singer-Songwriter Live: Sivan Talmor + support Emelie - Fr, 17.03.2017

Sivan TalmorSivan Talmor

Sivan Talmor (Israel) Sivan hat schon so einiges erlebt in ihrem noch jungen Dasein - sei es in ihrer obligatorischen Zeit beim Militär oder weil das so ist bei Menschen, die das wirkliche Leben suchen - und das hört man, wenn man nur genau hinhört. Für alle also, die Tiefgang lieben und auch zarten Tönen gerne zuhören unverzichtbar.

Emelie (support)

Türe 20:00 Konzert 20:30 : VVK: 8€ (zzgl. VVK-Gebühr) AK: 12€

Facebook Veranstaltung | VVK @ Tix4Gigs
Youtube: Sivan Talmor- Fire (Official Video) | Sivan Talmor- I'll Be | Emelie - Hidden Kiss

Bio Sivan Talmor:
Niemand muss an Hypnose glauben. Wer allerdings mit Sivan Talmor spricht, wird danach mit Zweifeln leben müssen. Die junge Frau fasziniert ungemein, wickelt einen um den Finger, bis man irgendwann vergisst, ihr überhaupt noch Fragen zu stellen. Es beschleicht einen die leise Ahnung, sie müsse schon viel Ungewöhnliches erlebt haben in ihrem noch gar nicht so langen Leben. Hört man dann ihre Lieder, wird die Ahnung zur Gewissheit. Und sie ist auch Wahrheit: Mit zehn Jahren lebte Sivan nämlich im Nordosten Israels und eröffnete ihrer Mutter, sich für eine Karriere als Sängerin entschlossen zu haben. Die schickte das Töchterchen daraufhin zum Casting ins vier Zugstunden entfernte Tel Aviv und Sivan wurde prompt angenommen.

Mit 14 tourte sie so schon durchs ganze Land, mit 18 wurde sie in die Armee eingezogen und sang dort in einer Band. „Eine tolle Erfahrung“, sagt sie, „weil wir eigentlich jeden Tag ein Konzert gaben. Unser Rekord waren acht an nur einem Tag. Manchmal spielten wir vor 800 Leuten, manchmal auch vor drei, vier Wachleuten, die gerade nichts Anderes zu tun hatten und die seit drei Wochen niemandem mehr begegnet waren. Danach wusste ich ganz sicher, dass ich fortan als Sängerin ein bisschen Glück und Freude in die Herzen der Menschen bringen wollte.“

2011, längst aus der Armee entlassen, stand sie kurz davor, ihr erstes Album mit eigener Band aufzunehmen, als man ihr die Teilnahme an ’The Voice Of Israel’ anbot. „Ich habe lange gezögert“, sagt Sivan und lacht, „weil ich an solche Shows nicht glaubte, irgendwie empfand ich mich dort fehl am Platze“. Schließlich habe sie doch zugesagt: „Man hatte mich glauben gemacht, dass dies eine tolle Erfahrung sein könnte. Ich nahm es schliesslich als ein Spiel um so wenigstens keine Chance zu verpassen. Und ich war mir sicher, dass niemand mich nach all meinen Erfahrungen noch würde verbiegen können.“

Es folgten Aufnahmen fürs erste Album in New York, „aber als ich zurück nach Israel kam und die Songs hörte, war das plötzlich gar nicht mehr ich, die da sang.“ Das Album aber erschien, und danach habe eine der schlechtesten Phasen ihres Lebens begonnen. "Da entschloss ich mich zu einer Therapie und versuchte meine Seele zu durchtauchen.“ Viele Songs habe sie geschrieben in dieser Zeit, damals noch auf hebräisch. „Und während der Vorproduktion spielte ich ein ganz und gar fürchterliches Konzert; danach glaubte ich, aufgeben zu müssen. Als mein Produzent mir sagte, er habe nur während meiner einzigen beiden englischsprachigen Songs das Gefühl gehabt, mich selbst zu hören, schrieb ich alle meine Texte um, und habe mich neu in meine Lieder verliebt.“ Das wiederum fällt aber nicht eben schwer; nur selten erinnern die sparsamen, zuweilen fast filigranen Arrangements noch an Sivans frühe Liebe zum Musical, eher an eine andere, als daheim die Platten von Crosby, Stills & Nash oder Peter, Paul & Mary rauf und runter liefen.

Ob sie nun erwarte, in Europa als ’just another pop singer’ oder als exotischer Act gesehen zu werden? „Ich finde, dass beides nicht so richtig trifft“, sagt Sivan. Sie halte sich weniger für exzentrisch als „für eine Frau, die kleine, intime Geschichten zu erzählen hat, die von Herzen kommen. Vielleicht finden sich manche meiner Zuhörer ja darin wieder“. Kann sie denn die ihr nachgesagte, kaum beschreibbare Wirkung auf der Bühne, in Worte fassen? „Nirgends sonst fühle ich mich so eins mit meiner Musik. Das verleiht mir eine Kraft, die größer ist als ich selbst und die sogar für mich manchmal Unvorhersehbares erschafft.“ Vielleicht sei es ja das.

Jetzt muss sich Sivan Talmor nur noch darauf gefasst machen, wie jeder Künstler aus Israel in Europa als Botschafter seines Landes empfunden zu werden. Sie lacht auf, „das hört sich etwas hippiesk an, obwohl ich ja gar nicht sage, dass ich Love & Peace in die Welt tragen will; aber ich versuche, Intimität zu erzeugen, und wenn meine Zuhörer mir dann näher stehen, als sie sich das zunächst vorgestellt haben, könnten sie zumindest auf den Gedanken kommen, dass dies jetzt eine Welt ist, mit einer einzigen Menschheit. Ganz egal, welche Farbe deine Haut hat und an welchen Gott du glaubst.“ Das ist doch wunderschön, so wie die Lieder von Sivan Talmor.

Fri, March 03, 2017

Live: LED BIB (uk) - Release-Tour 2017 - So, 12.03.2017

*LED BIB (uk) - Release-Tour 2017

Schlagzeuger und Komponist Mark Holub gründete Led Bib 2003 im Rahmen eines Universitätsprojekts. Bestehend aus seinen Freunden von der Middlesex-Universität, hatte das Quintett seinen ersten Auftritt am 24. Februar 2004 vor zehn Personen im Hinterzimmer einer Londoner Kneipe. Fünf Jahre später traten sie dank der Nominierung zum Mercury-Prize-Album des Jahres im Fernsehen vor einem Millionenpublikum auf.

Nach Erscheinen ihres ersten Albums im Mai 2005, das von der Kritik gefeiert wurde, gewannen sie im selben Jahr auch den Peter Whittingham Jazz Award. Ihr zweites Album Sizewell Tea, veröffentlicht im Jahr 2007 vom Londoner Kultlabel Babel, generierte mehr Interesse, herausragende Berichterstattung und ausgezeichnete Bewertungen. In der Musikszene entstand eine neue Jazz-Bewegung, die Begeisterung bei den Zuhörern auslöste und neue Zielgruppen erschloss. Einer ihrer Vorreiter war Led Bib. Da sie in ihrem Schaffen auf ein breites Spektrum von Bands wie Beefheart, Zorn, Pink Floyd und Miles Davis zurückgriffen, zogen sie bald ein bunt gemischtes Publikum an: Drum-and-Bass-Fans, Jazz-Liebhaber und Death-Metaller zählten ebenso zu ihren Hörern wie Folk- und Pop-Fans.

Eine Live-CD mit limitierter Auflage erschien im Jahr 2008, und weit verbreitete Anerkennung wurde ihnen durch die Veröffentlichung ihres vierten Albums Sensible Shoes zuteil, das im Rahmen des Barclaycard Mercury Prize als Album des Jahres 2009 ausgewählt wurde. Im Jahr 2011 veröffentlichte die Gruppe Bring Your Own, ihr zweites Album für das US-Label Cuneiform Records. Als herausragender Erfolg gefeiert, erhielt es 4- und 5-Sterne-Bewertungen. Pünktlich zu ihrem 10-jährigen Bestehen in 2014 erschienen zwei neue Alben, die als ihre bislang besten gelten: das Studio-Album The People in Your Neighbourhood und The Good Egg, eine Live-Aufnahme auf LP. 2017 veröffentlicht die Band ihr mit Spannung erwartetes sechstes Studio-Album, das erste beim genre-übergreifenden Londoner Label RareNoiseRecords. Eine Tour durch Europa und Großbritannien ist auch geplant. Werden die nächsten 10 Jahre sie wieder auf eine Reise mit ungeahnten Überraschungen führen? Was auch immer geschieht, spannend wird es allemal.

 

Video:
Youtube: Ceasefire Official Video
Sound:
Soundcloud
bandpage:
LED BIB

VVK: 7€ (+VVK-Gebühr), AK: 10€ - Fair-Tix
Türe: 20:00 Uhr, Konzert: 20:30 Uhr

„Shootingstar der britischen Szene“ Der Standard
„[die] rassige(...), Rock, Punk und Jazz auf einen energetischen Nenner bringende(...), britische(...) Combo Led Bib” ORF Ö1
„Das Londoner Quintett schaffte es mit diesem Album auf die Shortlist des Mercury Prize und zwar zu Recht...Reduktionistischer Funk und träg groovende Basslinien treffen auf eine säkularisierte post-coltraneske Hymnik, wobei die Dramaturgie...noch einmal mit immer wieder überraschenden Manövern aufwartet.” Falter
„Die Band Led Bib aus England hat die Jazzwelt durchgerüttelt“ Aachener Nachrichten
„(...) bot mit jungen Bands wie (...) Led Bib gebündelte juvenile Kraft, die mit größter Freude all die schaurig-schönen atonalen Effekte kaleidoskopartig ausbreiteten.“ Die Presse “Super war auch das britische Quintett Led Bib im Quasimodo, das eine Art hochenergischen Rockbop spielte”. Berliner Zeitung
„...ein druckvoll agierendes Quintett...mit einem Mix aus anarchischem Bass-und-Schlagzeug-Vamps und hitzigen Saxophon-Battles“ SWR 2

Fri, March 03, 2017

Anachronism 610: Lars Ennsen. Felix-Florian Tödtloff - Do, 09.03.2017

Ein Anachronismus ist eine chronologische Inkonsistenz in einer Anordnung, im besonderen eine Gegenüberstellung von Personen, Ereignissen, Gegenständen oder Gewohnheiten aus unterschiedlichen Zeitabschnitten.

± Lars Ennsen
Die Klänge des in Berlin ansässigen Nicht Musikers Lars Ennsen (aka Growth, 1/2 des Improv Duos Nada und 1/3 der Black Metall Gruppe Sun Worship) sind ein Wald voller Zweideutigkeiten. An einem gegebenem Zeitpunkt erreicht er einen Zustand der Bewegung und Entwicklung, der zu langsam und zu subtil sein mag um bewusst wahrgenommen zu werden. Ein anderes mal erschließt sich der zufällig erscheinende organische Prozess und die Zusammenhänge die zu diesem Zustand führen. Ein weiteres mal könnte es schwer sein den Unterschied zu erkennen. Es ist ein flüchtiger Blick ins Innere, ein Zustand des seins und eine größtenteils improvisierte Darbietung, die sich in Begriffen wie minimal, ambient und drone mit einem Hang zur noisiegen Seite der Dinge klassifizieren lassen könnte.

bandcamp youtube

± Felix-Florian Tödtloff
Auf der unerbitterlichen Suche nach ernsthafter Schönheit im Klang, geht der in Berlin wohnende Musiker und Produzent Felix-Florian Tödtloff vielfache Wege. Ob Solo unter dem Spitznamen Sferics, wo er üppige Ambient Blöcke auf der E Gitarre kreiert oder in der Black Metal Gruppe Sun Worship wo er eine Wand aus atmosphärischem Lärm aufbaut, seine Musik zielt immer darauf ab die Zuhörer in einen meditativen Status zu versetzen. Seit kurzem tritt Tödtloff unter seinem richtigem Namen auf, experimentiert mit Tonband Collagen, Modularer Synthese und interaktiver Visualisierung um seinen musikalischen Ausdruck zu erweitern, während er den minimaoistischen Ansatz in seinem Aufbau beibehält.

youtube bandcamp

± Difficult Music
Unter vielen bekannt für die konsequent wandlungsfähige und erforschende Radio Sendung "Difficult Music for Difficult People”, gesendet auf dem offenen Radio Sender FSK aus Hamburg, teilt Difficult Music hier sein unglaubliches Wissen und extrem breites Interesse an Musik mit.

door2000_ sounds2100_5 €

______________________________________________ An anachronism is a chronological inconsistency in some arrangement, especially a juxtaposition of person(s), events, objects, or customs from different periods of time. ± Lars Ennsen The sounds of berlin based non-musician Lars Ennsen (aka Growth, 1/2 of the improv duo Nada, and 1/3 of the black metal group Sun Worship) are a forest of ambiguities. On a given occasion, he approaches a condition of movement and development which may be too slow and too subtle to consciously experience. On another given occasion, the seemingly random organic processes and relations which result in that condition are being explored. On a third given occasion it may be quite hard to tell the difference. It is an inward gaze, a state of being, and a largely improvised performance which may be classified in terms of minimal, ambient, and drone, with a leaning towards the noisier side of things. https://growthgrowth.bandcamp.com/ https://www.youtube.com/watch?v=b0kkrhF8cS0 ± Felix-Florian Tödtloff In a relentless quest for solemn beauty in sound, Berlin based musician and producer Felix-Florian Tödtloff takes multiple paths. Whether performing solo under the moniker Sferics, where he creates lush ambient pads on the electric guitar or in the black metal group Sun Worship, building a wall of atmospheric noise, his music always aims to push the listener towards a meditative state. Recently Tödtloff has started performing under his real name, experimenting with tape collages, modular synthesis, and interactive visuals to expand his musical expression, while maintaining a minimalist approach in his setup. https://www.youtube.com/watch?v=YcQXqplaT28 https://sferics.bandcamp.com/ ± Difficult Music Known amongst much for the consistently versatile and exploring radio show "Difficult Music for Difficult People" sent from Hambur open radio station, FSK (http://www.fsk-hh.org/). Difficult Music shares his incredible knowledge and extremely broad interests in music with us. door2000_ sounds2100_5 €


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